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DRK Krankenhaus Luckenwalde

Saarstraße 1
14943 Luckenwalde

Telefon: 0 33 71 / 699 0

Institution Telefonnummer Informationen
Polizei 110  
Feuerwehr und Rettungsdienst 112 In akuten Notfällen, bei lebensbedrohlichen Symptomen (z. B. Bewusstlosigkeit, Krampfanfällen, Verdacht auf Herzinfarkt oder Schlaganfall) rufen Sie bitte direkt den Notarzt (112).
Bundeseinheitlicher ärztlicher Bereitschaftsdienst 116 117 In einigen Regionen startet dieser Service erst später.
Apothekennotdienst Tel.: 0800 / 0022833 Kostenlos, aus dem deutschen Festnetz, rund um die Uhr.
Telefonseelsorge Tel.: 0800 / 1110111  
Im Notfall

Therapiespektrum des IKBZ

Das Interdisziplinäre Kontinenz- und Beckenbodenzentrum bietet in Ergänzung zu seinem operativen Therapiespektrum auch eine umfassende konservative Behandlung von Erkrankungen des Beckenbodens.

Prinzipiell gilt, dass zunächst die konservativen Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft werden, dann erst wird über ein operatives Vorgehen entschieden.

Die verschiedenen operativen und konservativen Therapiemöglichkeiten haben wir Ihnen in den Unterpunkten "operative Therapien" und "konservative Therapien" näher dargestellt.

Operative Therapien

Unser operatives Therapiespektrum umfasst

  • Spannungsfreie Bänder (retropubisch, transobturatorisch, adjustierbare und Mini-Schlingen)
  • Kolposuspension, laterale Rekonstruktion
  • Urethra-Unterspritzungen
  • Künstliche Schließmuskel-Implantationen
  • Deszensuschirurgie (organerhaltend, Faszienrekonstruktion, Gewebeersatz)
  • Hysterektomie (je nach Beckenbodenbegleiterkrankung: vaginal, laparoskopisch total / suprazervikal)
  • Rekonstruktion urogenitaler Fisteln
  • Exstirpation von Urethradivertikeln
  • Rekonstruktion des analen Schließmuskelapparates
  • Revisionen bei Komplikationen nach Band- und Netzeinlagen
  • Einbringung von Medikamenten in die Blase
  • Botulinumtoxininjektionen in den Blasenmuskel

Konservatives Therapiespektrum

Pessare

Pessare sind Hilfsmittel, die in die Scheide eingeführt werden. Wichtig ist bei der Verwendung von Pessaren, dass Frauen nach den Wechseljahren regelmäßig hormonhaltige Scheidencreme oder Scheidenzäpfchen verwenden, damit es nicht zu Druckgeschwüren kommt.

Pessare bei Belastungsinkontinenz stützen die Harnröhre und die Blase bei körperlicher Aktivität. Die Patientin führt das Pessar selber ein und entfernt es dann auch wieder selber.

  • Ringpessar nach Arabin:

Dieser Ring aus Silikon hat eine Pelotte, die unter dem Blasenhals liegt und ihn stützt. Der Ring wird nach der Anwendung von der Patientin gereinigt und dann wieder verwendet.

  • Inkontinenztampons:

Diese Tampons aus einem speziellen Kunststoff werden vor der Anwendung in Wasser eingeweicht und damit weich. Die Inkontinenztampons sind Einmalprodukte.

Bei Senkungsbeschwerden kommen Pessare zum Selbstwechseln und Pessare, die alle 6-8 Wochen vom Arzt gewechselt werden, zum Einsatz:

  • Würfelpessare:

Die Würfelpessare haben einen Rückholfaden, der die Entfernung erleichtert. Sie werden morgens von der Patientin selber eingeführt und am Abend entfernt, so dass sich die Scheidenhaut über Nacht erholen kann.

  • Ringpessare/Schalenpessare:

Diese Pessare werden angepasst und alle 6-8 Wochen gewechselt. Pessare bei Belastungsinkontinenz kommen vor allem bei Patientinnen zum Einsatz, die selten (z.B. nur beim Sport) Beschwerden haben. Dann können die Patientinnen das Hilfsmittel gezielt einsetzen.

Pessare bei Senkungsbeschwerden werden zum einen bei jungen Frauen, die Senkungsbeschwerden haben und noch keine Operation wünschen, eingesetzt. Ringpessare und Schalenpessare sind für ältere Patientinnen, die keine Operation möchten oder bei denen wegen des Operationsrisikos keine Operation möglich ist, geeignet.

Physiotherapie

In der Physiotherapie-Praxis des IKBZs lernen die Patientinnen, ihren Beckenboden mit speziellen Übungen zu aktivieren.

Vor allem bei einer Belastungsinkontinenz kann man oft mit Physiotherapie eine Besserung des unwillkürlichen Harnverlusts erreichen. Durch bestimmte Übungen wird vor allem die Muskulatur gestärkt, die am Zurückhalten des Urins beteiligt ist

Leistungen:

  • Krankengymnastik am Beckenboden
  • Triggerpunktbehandlung am Beckenboden
  • Miktionsanamnese
  • Miktionsprotokoll
  • Digitaler Untersuchungsbefund
  • EMG-Messung der Beckenbodenmuskulatur
  • Wahrnehmungsschulung und Anspannung des Beckenboden
  • Koordination Beckenboden - Haltung - Atmung
  • Integration in den Alltag
  • Training
  • Elektrostimulation/Biofeedback - PC
  • Monitoring
  • Individuelles Eigenübungsprogramm
  • Geburtsvorbereitung/Rückbildung
  • Wirbelsäulengymnastik mit Beckenbodenschwerpunkt
  • Prä- und postoperative Therapie vor bzw. nach urogynäkologischen Operationen

Zentrumsleiter

Robert Rodrigues
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe

Telefon: 0 33 71 / 699 793
Telefax: 0 33 71 / 699 410
Beckenbodenzentrum@kh-luckenwalde.de